Freitag, 26. Juni 2009

Rede im Studierendenparlament (Stupa) zum Bildungsstreik 2009

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen

In über 90 Städten beteiligten sich nach Schätzungen über 270.000 Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende. Allein in Mainz versammelten sich 5000 Demonstrierende in der Mainzer Innenstadt. Der Landtag wurde kurzzeitig besetzt und zu einem Ort der Manifestation des Bildungsprotestes auserkoren. Die dem Bildungsstreik feindlich gesonnene CDU war sich auch in Mainz nicht zu schade mittels haltloser Unterstellungen den Streik zu kriminalisieren und von seinen Inhalten abzulenken.

Die unübersehbare Unterfinanzierung unserer Universitäten und Schulen ist nicht vereinbar mit dem vorgeblichen Ziel von Bildungsgerechtigkeit. Auch der jedem offenstehende Zugang zum Hochschulstudium (Artikel 39 der Landesverfassung) kann so nicht gewährleistet werden. Daher verwundert es kaum, dass die soziale Selektion in der BRD immer weitreichendere Dimensionen erreicht.

Die gemeinsame Artikulation der Interessen von Auszubildenden, Schülerinnen und Schülern, Studierenden und sich Solidarisierenden hat dem Bildungsstreik eine Dynamik verliehen an die anzuknüpfen geboten ist.

Während Milliarden in Banken und Militär gepumpt werden und Verluste vergesellschaftet werden, wird die Bildung kaputt gespart. Diese Aktionswoche kann und darf nicht das Ende sein, Veränderungen im Sinne der Lernenden sind zu erkämpfen.

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